Der kroatische Bariton schloss 1998 sein Gesangsstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz mit Auszeich-nung ab und vervollständigte seine Studien bei Hans Sotin an der Hochschule für Musik in Köln. Miljenko Turk war Preisträger mehrerer internationaler Gesangswettbewerbe und wirkte schon während der Studienzeit in verschiedenen Opernproduktionen mit. 2004 debütierte er an der Dresdner Semperoper (»Celan«) und bei den Bayreuther Festspielen (»Parsifal«). 2005 folgten Auftritte beim Garsington Opera Festival (»Le comte Ory«) und an der Volksoper Wien (»Der Graf von Luxemburg«). Von 2001 bis 2010 gehörte Miljenko Turk fest dem Ensemble der Oper Köln an, wo er u. a. als WOLFRAM VON ESCHENBACH (»Tannhäuser«), MARCELLO (»La Bohème«), GRAF VON EBERBACH (»Der Wildschütz«), BILLY BUDD, als FATHER CAETANO DE LAURA (»Love and Other Demons«) sowie in »Jonny spielt auf«, »Capriccio« »L’italiana in Algeri« und »Die Gärtnerin aus Liebe« auf der Bühne stand. In Köln bekam er für seine besonders eindringlichen Interpretationen im Mai 2006 den Offenbach-Preis überreicht. Im selben Jahr sang er sehr erfolgreich im Mozart-Zyklus bei den Salzburger Festspielen (»La finta semplice« / »L’oca del Cairo«) unter der Regie von Joachim Schlömer und dem Dirigat von Michael Hofstetter. 2007 sang Turk an der Oper Leipzig sowie bei den Bayreuther Festspielen und den Ludwigsburger Schlossfestspielen, wo er 2009 auch, konzertant, seine erste Verdi-Partie, den LUNA in »Il trovatore«, sang (liegt als CD vor). 2008 stand er in Wien in der Titelpartie von »Il barbiere di Siviglia«, als DR. FALKE in »Die Fledermaus« und als PAPAGENO auf der Bühne. 2010 und 2011 konnte man ihn u. a. als PING in »Turandot« und DR. FALKE (»Die Fledermaus«) an der Stuttgarter Staatsoper erleben. Der Bariton verfügt auch über ein breit gefächertes Konzertrepertoire. So war er mehrmals in der Kölner Philharmonie sowie auch im Münchner Gasteig und in der Düsseldorfer Tonhalle zu hören und gastierte mit dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt (»Lieder eines fahrenden Gesellen«). In jüngerer Zeit erlebte man ihn an der Oper Köln, der er weiterhin als Gast verbunden bleibt, als PAPAGENO (»Die Zauberflöte«), BILL (»Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny«), in der BARITON-Partie von Carl Orffs »Carmina Burana«, als NAPOLEON (»Krieg und Frieden«) und als HARLEKIN (»Ariadne auf Naxos«).
Miljenko Turk
Foto: M.Fiene
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