Einführung in Werk und Inszenierung jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn.
Zum Inhalt:
»Seine Werke sind nichts anderes als ein entsetzlicher Angstschrei in zwanzig Bänden.« Heinrich Heines Urteil über E. T. A. Hoffmann bringt die Faszination für den schreibenden Beamten aus Preußen auf den Punkt: Er grub tief in der Psyche – und fand dunkle Allegorien für dunkle Abgründe. Während die Deutschen ihn lange als »Gespenster-Hoffmann« schmähten, feierte ihn Frankreich schon früh. Gar eine »vogue d’Hoffmann« umspülte die französischen Romantiker und gipfelte 1851, 29 Jahre nach Hoffmanns Tod, im Drama »Les contes d’Hoffmann« von Jules Barbier und Michel Carré. Die Grundlage für Offenbachs Libretto destilliert, was die Franzosen an Hoffmann so spannend fanden: das Verhältnis zwischen Realität und Phantastik. Offenbach erzählt seine Oper für die Zeit geradezu revolutionär: Er hebt die Grenzen zwischen Realität und Fiktion auf, vermischt das literarische Werk eines Autors mit seiner Biographie.
Regisseur Günter Krämer schuf eine surreale Bilderwelt, in die die Nacht-gestalten von »Hoffmanns Erzählungen« eintauchen. Matthias Klink gibt sein Debüt als HOFFMANN, Kölns Publikumsliebling Samuel Youn ist in seiner großen Paraderolle der VIER BÖSEWICHTE zu erleben. Anna Palimina singt die OLYMPIA und Anna Leese (Covent Garden London) singt alternierend mit Jutta Böhnert die ANTONIA. Erstmals dirigiert Michael Helmrath an der Kölner Oper. Von Sergiu Celibidache ausgebildet, machte er die Brandenburger Symphoniker zu einem der angesehensten Klangkörper Berlin-Brandenburgs.
