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Orfeo ed Euridice

Orfeo ed Euridice
Christoph Willibald Gluck
Foto: Klaus Lefebvre
Foto: Klaus Lefebvre
  • Azione teatrale per musica in drei Akten
  • Text von Ranieri Simone Francesca Maria de' Calzabigi
  • Musik von Christoph Willibald Gluck
  • in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere

Sa 24. Okt. 2009

Sa 24. Okt. 2009

Opernhaus / 19:30 bis 21:00 / P 3
Musikalische Leitung Konrad Junghänel / Inszenierung Johannes Erath / Bühne Olaf Altmann / Kostüme Claudia Jenatsch / Licht Hans Toelstede / Dramaturgie Francis Hüsers / Dramaturgie Birgit Meyer / Chorleitung Andrew Ollivant

Einführung in Werk und Inszenierung jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

Zum Inhalt:

ORPHEUS’ Trauergesang um seine verstorbene EURIDICE erregt das Mitleid der Götter: AMORE gewährt ihm die Möglichkeit, EURIDICE aus dem Totenreich zurückzuholen unter der Bedingung, dass er sie auf dem Weg kein einziges Mal ansehe …

Glucks »ORFEO ED EURIDICE« zeigt die radikalste Konzentration des mythischen Stoffes auf das Menschen-Nötigste, auf bis heute gültige Seins-Fragen: die Trauer ORFEOS um EURIDICE, die an die unmenschliche Bedingung geknüpfte Verheißung, sie wieder ins Leben zu holen, der siegreiche Kampf ORFEOS gegen die Furien der Unterwelt, das Scheitern des Paares an der göttlichen Bedingung aufgrund allzu menschlicher Gefühle, die bodenlose erneute Trauer ORFEOS sowie schließlich die von den Göttern doch noch gewährte Begnadigung der Liebenden zum gemeinsamen Leben.

Das einfache und klare menschliche Gefühl gewinnt in Glucks Orfeo-Musik monumentale klassische Größe. Die Rezitative sind durchgängig als orchesterbegleitete Passagen in psychologischer Glaubwürdigkeit angelegt, und die stilisierte Einfachheit der vorherrschenden Gestaltung wird besonders im Kontrast zu einzelnen, mit reichem Klangzauber ausgemalten Szenen sinnfällig, wie etwa die Ankunft ORFEOS im Elysium.

Die in Köln realisierte Wiener Urfassung der Oper von 1762 in italienischer Sprache schildert den Orpheus-Mythos gradlinig mit zwingender Empathie für ORFEO und EURIDICE, deren Sein sich zwischen Leben und Tod behaupten muss – im Gegenüber von Individuum und einer mal mitfühlend, mal widerständigen gesellschaftlichen Masse, die durch die Chöre musikalisch ebenso eindrucksvoll dargestellt ist wie die Gefühle der Einzelnen. Die Inszenierung von Johannes Erath nimmt die drei Protagonisten ORFEO, EURIDICE und AMORE als Individuen psychologisch ernst. Sie zeigt ihr Hoffen und ihre Ängste, ihr gegenseitiges Nicht- Verstehen und ihre Sehnsucht nach Vereinigung als Möglichkeiten eines modernen Bewusstseins: Muss ORFEO, will er Mensch sein, nicht den von den Göttern angebotenen Ausweg letztlich verweigern, um sich wirklich mit EURIDICE verbinden zu können?

STUDENTENKARTEN FÜR 8€

Alle Studenten bekommen, wenn sie wollen, eine Eintrittskarte für »ORFEO ED EURIDICE«, die 8€ kostet!

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Genuss Pur!

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