Kiss me, Kate
- Musical Comedy in zwei Akten
- Buch von Samuel und Bella Spewack nach der Komödie
- The Taming of the Shrew von William Shakespeare
- Gesangstexte und Musik von Cole Porter
- deutsche Textfassung von Susanne Wolf
- neue Orchestration von Don Sebesky (Broadway 1999)
Premiere
Mi 30. Dez. 2009
Sa 27. Mär. 2010
Eine Produktion der Komischen Oper Berlin
Einführung in Werk und Inszenierung jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn.
Zum Inhalt:
Welche Gefühle sind hier echt und welche gespielt? Derart aufreibend dürften sich FRED GRAHAM, Produzent und Musicaldarsteller, und seine Ex-Frau und Bühnenpartnerin LILLI VANESSI ihre Zusammenarbeit nicht vorgestellt haben. Obwohl sie beide im Privatleben neue Partner haben, birgt ihre Beziehung noch immer mehr Zündstoff als vorgesehen. Bei der Aufführung einer Musical- Version von »Der Widerspenstigen Zähmung« vermischen sich Berufliches und Privates; es kommt zu Eifersüchteleien, Krächen und handgreiflichen Auseinandersetzungen. Die Scharmützel in dem von ihnen gespielten Stück sind bald nichts mehr im Vergleich zum Nervenkrieg hinter den Kulissen.
Cole Porters Erfolgsmusical, dessen Handlung im Showbusiness und Gangstermilieu von Baltimore angesiedelt ist, liefert die so amüsante wie zündende Version eines modernen Geschlechterkampfes und jongliert dabei bühnenwirksam mit den branchentypischen Klischees. Mit den Mitteln des »Spiels im Spiel« stellt es auf raffinierte Weise einen Bezug zu William Shakespeares Komödie »Der Widerspenstigen Zähmung« her und erweist sich dabei als dessen moderne Variante. Die miteinander im Kriegszustand befindlichen Ex-Ehepartner LILLI und FRED übernehmen auch im wirklichen Leben die Parts der von ihnen auf der Show-Bühne verkörperten Figuren KATHARINA und PETRUCHIO und fechten einen Kampf ohne Rücksicht auf Verluste, bis zum bittersüßen Happy-End.
»KISS ME, KATE«, am 30. Dezember 1948 in New York uraufgeführt, ist der Prototyp des »perfekten« amerikanischen Musicals – eines der erfolgreichsten, das je am Broadway zu sehen war. Kein Wunder, denn die Musik Cole Porters – mit Evergreens wie »Wunderbar «, »Too Darn Hot« oder »Always True to You« – wartet mit Temperament, wohligem Herzschmerz und viel Ironie auf.
Trash-Comedy und Psychodrama in Einem: In der rasanten, pailettenglitzernden Inszenierung von Barrie Kosky gerät bei allem hinreißenden Entertainment nie die Seelenlage der Protagonisten aus dem Blickfeld. Wem dabei nicht heiß wird!
(...) ein Tsunami aus Lichtreflexen, Farben und Bewegungsimpulsen.
Kölner Stadt-Anzeiger
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