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Don Carlo

Don Carlo
Giuseppe Verdi
Foto: Klaus Lefebvre
Foto: Klaus Lefebvre
  • Oper in vier Akten (Mailänder Fassung)
  • Text von Camille Du Locle
  • Musik von Giuseppe Verdi
  • in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Wiederaufnahme

Sa 20. Mär. 2010

Do 01. Apr. 2010

Opernhaus / 19:00 bis 22:30 / S 3
Musikalische Leitung Oleg Caetani / eine Inszenierung nach Torsten Fischer / Bühne und Kostüme Andreas Reinhardt / Chorleitung Andrew Ollivant
Filippo II
Don Carlo
Rodrigo, Marchese di Posa
Il grande Inquisitore
Ein Mönch
Elisabetta di Valois
La Principessa d´Eboli
Tebaldo, Page Elisabettas
La Contessa d´Aremberg
Il Conte di Lerma
Ein königlicher Herold
Eine Stimme vom Himmel

Einführung in Werk und Inszenierung jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

Giuseppe Verdis "Don Carlo" - 1867 in der französischen Fassung, 1884 in der vieraktigen Mailänder Version uraufgeführt - ist ein Stück über Freundschaft und Liebe, über menschliche Empfindungen, die allerdings nicht lebbar sind, sondern durch die Staatsraison und die Macht der Kirche, der Inquisition korrumpiert werden. Politik und Religion bestimmen dabei in verhängnisvoller Allianz den Gang der Geschichte und dringen zugleich in das Denken und Handeln der Menschen ein: Don Carlo, Elisabetta, Filippo, Rodrigo und Eboli sind in dieses System verstrickt, ohne dass ihnen die Möglichkeit zuwachsen würde, ihm zu entkommen. Verdi fand für »Don Carlo« eine außergewöhnliche musikalische Sprache. Die Verschränkung von Historiendrama und Familientragödie, zwischen politischer Dimension und persönlichem Konflikt, entspricht einer Verknüpfung französischer Stilelemente der Grand Opéra mit genuinen Formen des italienischen Theaters. Das Ergebnis ist eine Musik, die ganz im Dienst der musikalischen Vergegenwärtigung von emotionalen Prozessen steht.

»Die Aufführung überzeugt in musikalischer Hinsicht durch    
Homogenität, Intensität und einem Ensemble, dem durchweg gute Stimmen zur Verfügung stehen.« Aachener Zeitung

»So sehen Ketzerverbrennungen in modernen Zeiten aus. Auch in der des faschistischen Spaniens, in die Regisseur Torsten Fischer die Geschichte von der Macht der Kirche, vom Königssohn, dem die Verlobte vom eigenen Vater weggeheiratet wird und von der Unterdrückung Flanderns gelegt hat.« Westdeutsche Zeitung