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Love and other demons

Love and other demons
Peter Eötvös

Eine Veranstaltung der Oper Köln im Rahmen der MusikTriennale Köln 2010.

Einführung in Werk und Inszenierung jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

Zum Inhalt:

»LOVE AND OTHER DEMONS« ist die Geschichte einer verbotenen Liebe. Sie spielt in der tropischen und magischen Welt im Kolumbien des 18. Jahrhunderts und basiert auf dem 1994 erschienenen Roman »Del amor y otros demonios« des Literaturnobelpreisträgers Gabriel García Márquez. Das Libretto für dieses Auftragswerk des Glyndebourne Festival und der BBC schrieb der bekannte ungarische Autor Kornél Hamvai.

An einem Sonntag wird SIERVA MARIA, die zwölfjährige Tochter des Marquis DON YGNACIO, auf dem Sklavenmarkt in Cartagena de Indias von einem offensichtlich tollwütigen Hund gebissen. Sie scheint unverletzt; aber in der Atmosphäre von Aberglaube und religiösem Wahn, die in der Stadt herrscht, ist sehr bald nicht nur von Tollwut die Rede, sondern davon, dass SIERVA, von deren geradezu animalischer Wildheit sich viele schon lange unangenehm berührt fühlen, seit diesem Vorfall besessen sei. CAYETANO DELAURA, der Exorzist des Bischofs, wird mit der Austreibung der Dämonen beauftragt. Bald jedoch ist es Delaura, der besessen ist – und zwar vom »schrecklichsten aller Dämonen«, von einer überwältigenden Liebe zu SIERVA. Im gleichen Maße, in dem seine Liebe wächst, wächst auch der Drang seitens der kirchlichen und städtischen Autorität, diese »Krankheit« radikal auszumerzen.

Eine Besonderheit von »LOVE AND OTHER DEMONS« ist die konsequente Mehrsprachigkeit. Verschiedenen Erzähl- und Handlungsebenen der Geschichte haben ihre jeweils charakteristische Sprache: Englisch ist die Alltagssprache der Adligen, Latein die Sprache der kirchlichen Riten, Spanisch wird immer dann von DELAURA benutzt, wenn seine Gespräche mit SIERVA persönliche Empfindungen berühren und Yoruba ist die Geheimsprache der Sklaven.

Der ungarische Komponist Peter Eötvos (*1944) ist mit Köln eng verbunden: In den sechziger Jahren studierte er an der Kölner Musikhochschule Dirigieren. Zwischen 1968 und 1976 spielte er regelmäßig mit dem Stockhausen Ensemble und arbeitete am Studio für Elektronische Musik des WDR. Von 1998 bis 2001 war Eötvös Professor an der Musikhochschule Köln.

Premiere

Do 29. Apr. 2010

Aufführungen

Musikalische Leitung Markus Stenz / Inszenierung Silviu Purcarete / Bühne und Kostüme Helmut Stürmer / Video Andu Dumitrescu / Dramaturgie Birgit Meyer & Edward Kemp / Chorleitung Andrew Ollivant
Sierva Maria
Don Ygnazio
Dominga de Adviento
Father Caetano Delaura
Josefa Miranda
Martina Laborde
Abrenuncio