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Don Giovanni

Don Giovanni
Wolfgang Amadeus Mozart
Foto: Forster
Foto: Forster
  • Dramma giocoso in zwei Akten
  • Text von Lorenzo da Ponte
  • Musik von Wolfgang Amadeus Mozart
  • in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere

So 27. Jun. 2010

So 11. Jul. 2010

Opernhaus / 18:00 bis 21:15 / N 2
Musikalische Leitung Markus Stenz / Inszenierung Uwe Eric Laufenberg / Bühne Gisbert Jäkel / Kostüme Antje Sternberg / Dramaturgie Birgit Meyer / Licht Andreas Frank / Video Gil Sperling / Chorleitung Andrew Ollivant / Continuo Roderick Shaw / Bühnendienst Raimund Laufen

Gastspiel der Oper Köln in China

In Italien waren es 46, in Deutschland 230, 100 in Frankreich, in der Türkei 91, aber in Spanien – in Spanien hat DON GIOVANNI 1003 Frauen erobert! DON GIOVANNI, der legendäre Edelmann und größte Verführer aller Zeiten, liebt die Frauen. Nicht einzelne, nein, er liebt alle Frauen, quer durch alle Gesellschaftsschichten und ungeachtet dessen, ob sie einem anderen gehören. Bei seinem letzten Abenteuer allerdings läuft nicht alles nach Plan …

Der ebenso verführerische wie verruchte, lächerliche wie unwiderstehliche DON JUAN ist wohl die am vollkommensten zweideutige Figur, die uns die abendländische Legende über die männliche Sexualität hinterlassen hat. Erst durch Mozarts 1787 in Prag uraufgeführte Oper »DON GIOVANNI« wird die fast furchterregende Verführungskraft des spanischen Adligen von der moralischen Verurteilung befreit.

»Wie aber mag es wohl in seinem eigenen Kopf aussehen? Wie er andere irregeführt hat, wird er sich wohl selbst verlaufen. – Es ist Angst in ihm. Aber diese Angst ist seine Energie. Es ist keine ihm substantielle Angst. Keineswegs ist, was die Ouvertüre ausdrückt – wie man gewöhnlich sagt, ohne zu wissen, was man sagt – Verzweiflung; DON JUANS Leben ist nicht Verzweiflung, sondern es ist die ganze Macht der Sinnlichkeit, die in Angst geboren wird, und DON JUAN selbst ist diese Angst, aber gerade diese Angst ist seine dämonische Lebenslust. Nachdem Mozart so DON JUAN entstehen lässt, entwickelt er uns nun sein Leben in den tanzenden Violinklängen, in denen er leicht und flüchtig über den Abgrund hinjagt. Wie ein Stein, den man so übers Wasser hinschleudert, dass er die Oberfläche nur schneidet, wohl eine Weile in leichten Sätzen darüber hinhüpft, aber sofort in die Tiefe sinkt, sobald er zu hüpfen aufhört; so tanzt er über dem Abgrund und jubelt in der ihm vergönnten kurzen Frist.« SÖREN KIERKEGAARD