Cäcilia Wolkenburg "Diva Colonia"

Cäcilia Wolkenburg "Diva Colonia"
Divertissementchen

»Diva Colonia«

In der „Diva Colonia“, einem Kölner Altenheim für Sänger, Komponisten und sonstige Musiker, fallen zwei Ereignisse zusammen: Der (ehemals) weltberühmte Bariton Jupp Delfosse feiert seinen siebzigsten Geburtstag, und das Sommerkonzert jährt sich zum dreißigsten Mal. Wie es der Zufall will, hat auch Delfosses frühere Bühnenpartnerin (und zwischenzeitliches „Fisternöll“), die ebenfalls (ehemals) weltberühmte Sopranistin Josepha v. Pringsheim (genannt „Die Callas von der Ehrenstraße“), sich entschieden, ihren Lebensabend in der Casa Colonia zu verbringen. Das stört nicht nur Jupp Delfosse, sondern auch dessen erste Ehefrau, Angela Ammon-Delfosse, die in der Casa auch „Trude Herr für Arme“ genannt wird und als enfant terrible gilt.

Durch den Ausfall der beiden Casa-Dirigenten hat sich Wilhelm Eckermann, der Sohn von Josepha von Pringsheim, bereit erklärt, als Externer das Dirigat zu übernehmen. Dass sich Eckermann bei den Proben in Betty, die Tochter von Jupp Delfosse und Angela Ammon-Delfosse verliebt, war genau so wenig vorhersehbar, wie eine über Jahrzehnte verschwiegen gehaltene Vaterschaft, die für große Turbulenzen sorgt. Dass während der Generalprobe Vaterschaften angezweifelt, Familienbande zerschnitten, persönliche Rivalitäten geschürt, Arien und Duette in den Sand und ein Rollatorenballett gegen die Wand gesetzt werden und ein Mann auftritt, der behauptet, Richard Tauber zu sein, macht die Arbeit für den Regisseur Carl Ox nicht einfacher. Animositäten, Missgunst, Eifersucht, falsche Behauptungen, üble Nachrede – das sind Zutaten, die in jedem Altersheim auf der Welt an der Tagesordnung sind; in der Casa Colonia jedoch – garniert mit viel Musik, Ballett, schwarzem Humor und guter Laune – zusätzlich einen hohen Unterhaltungswert haben.

Premiere

So 17. Jan. 2010

Aufführungen

Musikalische Arrangements Bernhard Steiner