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L'incoronazione di Poppea

L'incoronazione di Poppea
Claudio Monteverdi
Foto: Matthias Baus
Foto: Matthias Baus
  • Opera musicale
  • Text von Giovanni Francesco Busenello
  • Musik von Claudio Monteverdi
  • in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere

Sa 16. Okt. 2010

Sa 16. Okt. 2010

Gerling-Quartier / 19:30 / P1 / P 3
Musikalische Leitung Konrad Junghänel / Inszenierung Dietrich Hilsdorf / Bühne Dieter Richter / Kostüme Renate Schmitzer / Dramaturgische Beratung Silke Leopold / Dramaturgieassistenz Nora Verena Hülsen / Licht Nicol Hungsberg
Poppea
Ottone
Ottavia
Drusilla
Nutrice
Arnalta / 1. Famigliare
Littore / Tribuno / 3. Famigliare
Fortuna / 2. Amorino
Virtù / Damigella / 3. Amorino
Amore / Valetto / 1. Amorino
Liberto / 2. Soldato / Console
Lucano/ 1. Soldato/ 2. Famigliare
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Einem ehrgeizigen Partygirl gelingt der Einstieg in die höchsten Kreise einer Weltmacht…

Die sexuelle Hörigkeit des römischen Kaisers NERO zahlt sich für die Kurtisane  POPPEA aus: Am Ende von Claudio Monteverdis Oper wird sie zur Kaiserin gekrönt. Der traditionsbewusste Politiker und Philosoph Seneca lässt wegen seines Widerstandes gegen diese Entwicklung sein Leben, POPPEAS Ex-Liebhaber OTTONE wird verbannt. Auch der bisherigen Kaiserin OTTAVIA bleibt nichts anderes übrig, als der jungen Aufsteigerin resigniert das Feld zu überlassen. Claudio Monteverdis 1642 in der Republik Venedig uraufgeführte Oper verbindet Politik und Erotik mit Verbrechen – und das auf eine Weise, wie man es allenfalls aus modernen Psycho-Polit-Thrillern kennt. Das alles ändert jedoch nichts daran, dass der 74-jährige Komponist für die leidenschaftliche Liebe des skrupellosen Kaisers zu seiner berechnenden Bettgespielin eine Musik entwickelte, die hinsichtlich der Ernsthaftigkeit der Gefühle keinen Zweifel zulässt. Die Parabel über einen ungeheuren gesellschaftlichen Aufstieg in Zeiten der Dekadenz und des »Anything-goes« wird von der Oper Köln in den leerstehenden, eindrucksvollen Gebäuden des Gerling-Quartiers gezeigt. Die so nüchterne wie elegante Raumarchitektur, die in ästhetischer Hinsicht die Philosophie des »rheinischen Kapitalismus« spiegelt, bietet dieser Oper, in der es um weitreichende Verwerfungen innerhalb eines sich selbst auflösenden totalitären Macht-Systems geht, eine wirkungsvolle Kulisse.