Neue Reihe: SÄNGERPORTRAITS
Moderation: Uwe Eric Laufenberg und Georg Kehren
Eintritt frei!
Vergangen, doch nicht vergessen. Wie bei kaum einem anderen Genre spielt in der Oper die Erinnerung an große Leistungen eine besondere Rolle. Nicht wenige Opernliebhaber bewahren sich lebenslang ein »inneres Archiv«, in dem sie die einzelnen Werke des Opernrepertoires in Verbindung mit besonders hoch geschätzten Rollenvertretern bringen, und das sie immer weiter anreichern. Der geliebte Interpret, und mag das Ende seiner Karriere auch schon lange zurückliegen, wird auf diese Weise zu einem lebendigen Bestandteil der Biographie seiner Bewunderer. Mit der Veranstaltungsreihe »Sängerportraits« soll an Künstlerinnen und Künstler erinnert werden, die in besonderer Weise mit der Oper Köln verbunden waren, und die mit ihrer Persönlichkeit und Stimme wesentlich zur großen Ausstrahlung dieses Hauses beigetragen haben.
Dame MARGARET PRICE
Mit ihrem Debüt als Donna Anna in in Jean-Pierre Ponnelles Mozart-Neuproduktion »Don Giovanni« 1971 schrieb die junge walisische Sopranistin Margaret Price Kölner Operngeschichte. Ab sofort konnte man sich keine bessere Interpretin in dieser anspruchsvollen Partie vorstellen. Bis zum Ende der 70er Jahre hielt sie - neben ihren internationalen Verpflichtungen - der Oper Köln die Treue und setzte hier mit ihren Interpretationen in den Opern Mozarts - zum Beispiel als Figaro-Gräfin, Fiordiligi und Pamina -, aber auch als Elisabeth von Valois in Giuseppe Verdis »Don Carlo« belkantistische Glanzlichter. Ihr Name auf dem Besetzungszettel ließ jede Repertoire-Vorstellung zu einem festlichen Gala-Abend werden. Mittlerweile hat sich die zur »Dame Commander of British Empire" geadelte Sängerin in ihr Privatleben nach Wales zurückgezogen und widmet sich der Hundezucht. In der Reihe »Sängerportraits« wird - mit Ton- und Bilddokumenten sowie in Gesprächen mit Zeitzeugen - an die Kölner Zeit dieser großen Interpretin erinnert.