Il ritorno d'Ulisse in patria

Il ritorno d'Ulisse in patria
Claudio Monteverdi

Die Heimkehr des griechischen Feldherrn ODYSSEUS/ULISSE aus dem Trojanischen Krieg findet beinahe nicht statt. Schier unüberwindbare Hindernisse haben die Götter, allen voran der Meergott NEPTUN, vor das Einlaufen in den heimischen Hafen und die Wiedervereinigung der Eheleute ODYSSEUS und PENELOPE gesetzt. Wie ODYSSEUS auf seiner Rückfahrt zahlreichen Gefahrensituationen ausgesetzt ist, erlebt auch seine Gemahlin PENELOPE, die sich der beharrlichen Annäherungsversuche der sie bedrängenden Freier erwehren muss, die langen Jahre des Wartens als eine Phase der Prüfung und der Isoliertheit. Auch nach der Ankunft des ODYSSEUS in Ithaka vollzieht sich das Wiedererkennen der Ehegatten  keineswegs mit sofortiger Wirkung, sondern erst nach weiteren Prüfungen.

Die Uraufführung der »Ritorno d'Ulisse« fand 1640 im Teatro di San Cassiano in Venedig statt. Viele Jahre war das Werk verschollen, bevor die Handschrift – ohne Hinweise auf die Instrumentierung, lediglich mit den Gesangslinien und der Generalbassnotation versehen – 1881 in der Wiener Staatsbibliothek wiederentdeckt wurde.

Die Zerbrechlichkeit des menschlichen Schicksals und die Unwägbarkeit langer Reisen waren für die Bevölkerung der einstigen Seemacht nur allzu vertraute Themen. Dass das Leben und irdische Glück Faktoren ausgesetzt sind, deren Beherrschung außerhalb ihres Einflussbereiches liegt, war eine tägliche Erfahrung. So kommt der Sphäre der Götter und der abstrakten Gewalten in diesem »Dramma per musica« eine besondere Bedeutung zu. Dabei wird die im  Mittelpunkt stehende »Heldengeschichte« durch zahlreiche humorvolle  Elemente kontrastiert, etwa in den Rollen des Dienerpaars und weiterer skurriler Nebenfiguren.

Nach der erfolgreichen Neuproduktion von Claudio Monteverdis
»L’Incoronazione di Poppea« (1642) im Gerling-Quartier unternimmt die Oper Köln mit »Il Ritorno d’Ulisse in Patria« erneut eine Zeitreise in jene Jahre, als die Oper sich als Gattung gerade erst zu entwickeln begann.

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Premiere

Sa 25. Feb. 2012

Aufführungen

Musikalische Leitung Konrad Junghänel / Inszenierung Bernd Mottl / Bühne & Kostüme Friedrich Eggert / Licht Andreas Grüter / Dramaturgie Silke Leopold & Georg Kehren
L'humana fragilità
Amore
Giove, Göttervater
Giunone, seine Gemahlin
Penelope
Telemaco
Ericlea, Penelopes Amme
Antinoo
Pisandro
Melanto, Penelopes Zofe
Eumete