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Béjart Ballet Lausanne

Béjart Ballet Lausanne
 

Ein Abend in Erinnerung an eine der prägenden künstlerischen Persönlichkeiten des Balletts im 20. Jahrhundert: Maurice Béjart.
Der 1927 in Marseille geborene und vor vier Jahren verstorbene Choreograf war bereits in den frühen 1960er Jahren mit den Bühnen Köln verbunden, als seine Choreografie »Reise« hier zu einem sensationellen Erfolg geriet. Kaum einer hat es wie er vermocht, die klassischen Wurzeln des Tanzes zu bewahren und zugleich in die Moderne weiterzuentwickeln. Die wichtigsten Stationen seines späteren Wegs waren die Städte Brüssel und Lausanne.
Dem großen Choreographen, ein Charismatiker der internationalen Ballett-Szene, ist dieses zweitägige Gastspiel in der Oper Köln gewidmet.

Im Rahmen des Gastspiels des Béjart Ballett Lausanne werden zwei Klassiker der Ballett-Geschichte zu sehen sein: Maurice Béjarts Choreografien »Feuervogel« (»L’oiseau de Feu«) mit der Musik Igor Strawinskis und »Boléro« mit der Musik von Maurice Ravel.

Der Auftakt des Abends wird eine Choreografie von Gil Roman sein, der seit dem Tod von Maurice Béjart der Künstlerische Leiter des Béjart Ballett Lausanne ist. Gemeinsam mit seinen Tänzern und weiteren Gast-Choreografen hat er es sich zum Ziel gesetzt, die von Maurice Béjart begründete Tradition in die Zukunft fortzusetzen.

ARIA
Choreografie: Gil Roman
Musik: Johann Sebastian Bach, Nine Inch Nails, Melponem, Inuit traditional chants
Originalmusik: Thierry Hochstätter & Jean-Bruno Meier (CityPercussion)
Kostüme: Henri Davila
Licht: Dominique Roman
Aria ist ein Werk, das unterschiedliche musikalische Stile zusammenführt und den Weg des Béjart Ballett Lausanne ins 21. Jahrhundert aufzeigt.

L’OISEAU DE FEU (Feuervogel)
Choreografie: Maurice Béjart
Musik: Igor Strawinski
Maurice »Feuervogel« inspiriert sich am Thema des Vogels Phönix. Es ist eine Hymne an das Leben und an das Streben nach einem Ideal.

BOLERO
Choreografie: Maurice Béjart
Musik: Maurice Ravel
Die  Choreographie »Boléro«, Anfang der 60er Jahre kreiert, markierte seinerzeit eine der wichtigsten Etappen auf dem Weg der Erneuerung des modernen Balletts klassischer Provenienz. Die eminent suggestive Choreografie mit ihrer hochemotionalen Energie ist im Verlaufe der Jahrzehnte immer wieder beschrieben worden: Im Zentrum befindet sich ein einzelner Tänzer auf einem plateauartigen Tisch, der die ungeheure Steigerung der Ravelschen Musik an den Zuschauer weitergibt. Von 40 Tänzern eingekreist, führt der Protagonist einen erotisch-betörenden Tanz auf. Bejart kreierte mehrere Versionen des »Boléro«, in denen der Solopart einmal einer Tänzerin, einmal einem Tänzer zugedacht ist.  Diese Choreografie ist bis zum heutigen Tag ein wichtiger Repertoire-Bestandteil der großen Ballett-Kompanien.
Ein großer Abend, der als Würdigung des genialen Ballett-Erneuerers und zugleich als ein Versprechen in die Zukunft begriffen werden darf.

Um einen Eindruck von der Synthese aus Ravels Musik und Béjarts Choreografie zu bekommen klicken Sie bitte hier:

http://www.youtube.com/watch?v=3u9pHupIor4